CW plaudert


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Altmühltal Panoramaweg – von Treuchtlingen nach Solnhofen

Seit ich vor drei Jahren mit einer Freundin begann Weitwanderwege in Etappen zu wandern, hat uns – trotz offensiver Gastfreundlichkeit 😉 – noch nie jemand begleitet. Vermutlich waren unsere Schilderungen hinterher immer zu abschreckend oder man wollte uns in der Zweisamkeit nicht stören.

Wie auch immer, auf dieser dritten, relativ kurzen Etappe von ca. 15km, gab es die Uraufführung, wir waren zu viert unterwegs.

Nach einstündiger Zugfahrt ging es um halb zehn in Treuchtlingen im Altmühltal los, dort, wo wir vor ein paar Wochen unsere ‚Schneesturm‘-Etappe beendet hatten. Da wir uns auf einem Panoramaweg befinden, ging es alsbald aus dem Tal hinauf in luftige Höhen mit wunderschönen Weitblicken. Der versprochene Sonnenschein ließ zwar noch auf sich warten, dafür war der Weg einfach traumhaft. Nahezu durchgängig auf kleinen Pfaden, hoch über dem Altmühltal und kurzweilig abwechslungsreich machte das Panorama dem Weg alle Ehre.

Pappenheim

Pappenheim

Bei ca. der Hälfte der Strecke steigt man hinab in den kleinen Ort Pappenheim. Und ja, es handelt sich tatsächlich um jenes Pappenheim, deren Bewohner 3. Etappe Treuchtlingen - Solnhofen 23.2.14 023Berühmtheit erlangten durch das Zitat aus Friedrich Schillers Drama ‚Wallensteins Tod‘ „Daran erkenn‘ ich meine Pappenheimer“. Für uns fand sich ein passendes Pausenplätzchen mitten im Ort am Ufer der Altmühl.

Klar, dass es anschließend wieder einen Anstieg zu bewältigen gab. Der zweite Teil des Weges führte uns über die für diese Gegend so typischen Kalkfelsen, durch die sich die Altmühl ihren Flusslauf bahnt. Über Trockenwiesen und Wacholderheiden ging es weiter, bis uns kurz vor dem Etappenziel Solnhofen die Sonne doch noch ihre Aufmerksamkeit schenkte und ein einladendes Bänkchen zu einer letzten Sonnenrast mit Panoramablick einlud.

Ich persönlich bin bisher richtig begeistert vom Altmühltal Panoramaweg, allem voran von der Vielseitigkeit des Streckenverlaufs, der Tatsache, dass man überwiegend auf Feldwegen unterwegs ist und der wirklich schönen Landschaft.

Ach ja, wie es mit unseren ‚Wandergästen‘ war? Natürlich super. Jederzeit wieder! Ich denke, wir hatten alle einen wirklich tollen Tag!


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Wanderprojekt Romantische Straße – Ende! Von Würzburg nach Füssen in 21 Etappen

Zu großen Freudentänzen waren wir zwar nicht mehr fähig, aber ziemlich stolz und glücklich haben wir (Barbara und Claudia) nach zwei Jahren, von Würzburg startend, 21 Etappen, ca. 460 Kilometern, tausenden von Höhenmetern, durch abwechslungsreiche Landschaft und hübsche Städtchen, das ein oder andere Kleinod entdeckend, und überhaupt ziemlich viel entdeckend, unser Ziel Füssen am Ende des Wander- und Radweges Romantische Straße erreicht.

Trotz leichtem Muskelkater und ein paar Zipperlein am ‚Tag danach‘ bin ich immer noch ganz beschwingt davon, dass wir es geschafft haben. Wir hatten die letzten beiden fehlenden Etappen schon verschoben gesehen auf 2014. Aber das wunderschöne Wetter hat uns spontan angetrieben zumindest eine Etappe noch zu wandern, von der Wieskirche nach Buching. Das sind zwar nur 13 Kilometer, aber geschuldet der langen Anfahrt mit Bahn und Bus konnten wir erst um 11 Uhr an der Wieskirche starten. So ein bisschen hatten wir beide wohl im Hinterkopf, dass wir die (durch Abkürzung möglichen) weiteren 13 Kilometer bis Füssen velleicht noch schaffen könnten, wirklich gerechnet hatte ich nicht damit.

Was für ein Traum! Besser hätte der Tag an der Wieskirche nicht starten können!

Was für ein Traum! Besser hätte der Tag an der Wieskirche nicht starten können!

Kurze Trinkpausenrast

Kurze Trinkpausenrast

Klitzernde Schneekristalle

Klitzernde Schneekristalle

Die Berge fest im Blick

Die Berge fest im Blick

Zur Mittagspause zogen Wolken auf, wen stört das schon bei diesen Aussichten

Zur Mittagspause zogen Wolken auf, wen stört das schon bei diesen Aussichten

In Buching sollte die Entscheidung fallen, denn hier konnten wir noch problemlos in den Bus einsteigen. An der Bushaltestelle sitzend, die bereits leicht zu spürenden Gelenke befragend, ein paar Arnika-Kügelchen einwerfend und durch gegenseitiges Anfeuern, incl. einer ‚Ausstiegsklausel‘ im 10km entfernten Schwangau, haben wir es gewagt weiterzugehen. Auf direktem Weg, entlang des Radweges, die Königsschlösser-Route dem kürzeren Wegverlauf und der inzwischen schon tiefstehenden Sonne (schweren Herzens 😉 ) opfernd.

Winterabendstimmung am Bannwaldsee

Winterabendstimmung am Bannwaldsee

Ein letztes Päuschen mit heißem Tee und Brotzeit im Sonnenuntergang, Schloss Neuschwanstein und Hohenschwangau bereits im Blick, gab den letzten Motivationsschub. Klar, dass in Schwangau nicht aufgegeben wurde beim Anblick des Schildes ‚Füssen, 3,1km‘. 3km, die gehen immer noch 😉

Im Hintergrund Schloss Neuschwanstein und Hohenschwangau

Im Hintergrund Schloss Neuschwanstein und Hohenschwangau

Kurz vor Schwangau, der Tag beschert uns einen tollen Abendhimmel

Kurz vor Schwangau, der Tag beschert uns einen tollen Abendhimmel

Die letzten Kilometer ...

Die letzten Kilometer bis…

Füssen

Füssen

Verdient! :-)

Verdient! 🙂

Um 17.30Uhr am 28.12.2013 erreichten wir Füssen, nach 26km in knapp 6 Stunden Gehzeit. Zurück in Augsburg wurde noch ein kleines bisschen gefeiert, viel ging nicht mehr, aber das Hochgefühl wird hoffentlich auch so noch ein wenig bleiben.

Ach ja, und für 2014, da haben wir uns mit dem Altmühl-Panorama-Weg schon eine neue Langstrecken-Etappen-Wanderung rausgesucht!