CW plaudert

Durch die Höllentalklamm …

5 Kommentare

Bergtouren heraussuchen und organisieren ist normalerweise meine Aufgabe. Ich gestehe, dass ich es gerne selber in der Hand habe eine Tour zu gestalten. So war es ein echtes Novum, dass ich mich letzten Sonntag unter der professionellen Führung von Robert Götz aufgemacht habe endlich mal die Höllentalklamm zu durchwandern. Wir waren ein tolles bunt gemischtes Grüppchen von zehn Leuten, die dann auch noch in den Genuss kamen, die zur Zeit üppig blühende Bergwiesenwelt, von Margit erläutert zu bekommen. Und um das gleich zu Beginn unterzubringen, Margit und Holger haben eine wunderbare Website, auf der man nicht nur Touren- und Reisebeschreibungen findet, sondern auch ein feines handverlesenes Alpenblumennachschlagewerk! Ein Besuch lohnt sich!

Um durch die Höllentalklamm zu gehen gibt es mehrere mögliche Wege, Robert hatte für uns die ‚Abstiegsvariante‘ gewählt. Generell bin ich, seit ich etwas älter bin ;-), kein großer Freund von langen Abstiegen – und die vor uns liegenden 1100 Höhenmeter waren wahrlich kein Pappenstiel! Die Tour von der Kreuzeckbahn anzugehen, über die sanften Wiesenhänge mit wunderschönem Ausblick ins Tal hinunter, bis nach kurzem Anstieg das Hupfleitenjoch erreicht wird und sich der volle Blick auf die Zugspitze und das wilde, tief eingeschnittene Höllental eröffnet, hat sicher seine ganz eigenen Reize und ist unbedingt zu empfehlen.

Paraglider über Garmisch

Paraglider über Garmisch

Auf dem Hupfleitenjoch, hinter mir ;-) freier Blick auf die Zugspitze

Auf dem Hupfleitenjoch, hinter mir 😉 freier Blick auf die Zugspitze

Abstieg ins Höllental auf diesem grandiosen in den Fels gehauenen Pfad - ein Maß an Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sollte dabei sein. Am hinteren Wegrand sind die Knappenhäuser zu erkennen.

Abstieg ins Höllental auf diesem grandiosen in den Fels gehauenen Pfad – ein Maß an Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sollte dabei sein. Am hinteren Wegrand sind die Knappenhäuser zu erkennen.

Der Abstieg beginnt.

Der Abstieg beginnt.

Über dem Talschluss drohnt die Zugspitze und eine völlig überfüllte Höllentalangerhütte erwartet kurz vor dem Einstieg in die Klamm

Über dem Talschluss thront die Zugspitze und eine völlig überfüllte Höllentalangerhütte erwartet kurz vor dem Einstieg in die Klamm

Spätestens beim Anblick auf den malerisch in den Fels gehauenen Steig wird allen klar, warum es eine gute Idee war knöchelhohe feste Wanderschuhe anzuziehen!

Beim Abstieg hinunter zu den (unbewirtschafteten) Knappenhäusern und weiter zur Höllentalangerhütte muss man einfach immer wieder stehen bleiben, um den Blick auf den beeindruckenden, wohl auch schönsten, Aufstiegsweg über den Höllentalferner hinauf zur Zugspitze zu richten.

An der Hütte angekommen ist Zeit für eine ausgiebige Brotzeitpause, auch wenn uns hier der Trubel eines sonnigen Sommersonntages in einer der meist besuchten Hütten der Bayerischen Alpen fast erschlägt. Mit Einsamkeit darf man auf solch einer Tour natürlich nicht rechnen, aber dem Respekt vor dieser phantastischen Landschaft tut das dennoch keinen Abbruch.

Der letzte Teil des Tages ist dem Naturschauspiel der Höllentalklamm gewidmet. Raus aus der Sonne, hinein in die enge, feuchte Schlucht des Hammersbach, die jedes Jahr aufs Neue für die Touristen und Wanderer von Lawinen und Schutt befreit werden muss, um Steig und Brücken wieder begehbar zu machen.

Besonders hier in der Klamm finde ich es perfekt, dass wir die Tour genau so gemacht haben. Beim Aufstieg hätte ich gar keine Muße gehabt so oft stehen zu bleiben und die vielen beeindruckenden Blickwinkel auf Fels und Wasser zu genießen. Ich lasse hier einfach mal ein paar Bilder sprechen!

Dass mein Résumé nur begeisternd ausfallen kann ist klar, oder? Ich bin froh mich mal auf das ‚Wagnis‘ 😉 geführte Tour eingelassen zu haben, schon weil es eine tolle Erfahrung ist auf diese Weise mit unterschiedlichen neuen, interessanten Menschen ins Gespräch zu kommen. Denn eines ist mir schon lange klar, Menschen, die in Berge gehen sind …anders! 🙂

Ein herzlicher Dank also an alle Mitwanderer, dass es so ein wunderbarer Tag geworden ist!

Prost und Mahlzeit!

Prost und Mahlzeit!

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5 Kommentare zu “Durch die Höllentalklamm …

  1. Tolle Bilder, jetzt kann ich deinen Spruch mit dem Nutzen der Ironblogger zurück geben 🙂

  2. Hallo Claudia, nach einer etwas anstrengenden Woche hatte ich jetzt erst die Ruhe auf dein Blog zu gehen. Kompliment! leicht zu lesen und die Bilder sind sensationell!!!Grüße aus der Nachbarschaft lg ahe

  3. Ich bin überzeugt, es wird neue Gelegenheiten geben!

  4. Ich konnte ja leider auch nicht. Aber beim nächsten Mal sind wir dabei, nicht wahr? Vielen Dank für die schönen Fotos, Claudia!

  5. Schade, dass ich nicht mit kommen konnte

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